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Weltklasse Eishockey Torhüterin Florence Schelling

 (Olympia 2018/PyeongChang) (Tim Sinzenich) Als erste Torfrau überhaupt in neun Eishockeyspielen bei den Olympischen Spielen gewonnen, das klingt sehr nach einer Kanadierin oder Amerikanerin zwischen den roten Pfosten. Aber die Rede ist von einer Schweizerin: Florence Schelling (28), der wohl derzeit weltbesten Keeperin. Ihre Eishockey-Vita liest sich wie eine Abfolge von beeindruckenden Leistungen und Schlag auf Schlag erfolgenden Rekorden.

 

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(Foto: imago/eishockey-online.com)


Bereits im Alter von gerade einmal 13 Jahren bestritt sie ihr erstes Länderspiel für die Eidgenossinnen, ihrer Meinung nach heutzutage undenkbar, angesichts der Entwicklung im Fraueneishockey seither.

 

>>> Maren Valenti, die beste deutsche Eishockeyspielerin aller Zeiten nahm als 13-jährige an einer A-Weltmeisterschaft (1990) teil und ist damit bis zum heutigen Tag der Rekordhalter im internationen Eishockey. Sie ist auch die einzige Frau, die ein Spiel in der DEL (Eisbären Berlin) absolvierte und danach 24 Spiele für den EHC Freiburg in der 2. Bundesliga bestritt. Seit 2009 ist Sie auch Mtglied der Hall of Fame Deutschland.<<<

 

Zunächst spielte sie gemeinsam mit den Jungen der ZSC Lions, und dies bis hin zur U20. Bald kamen parallele Einsätze in den Frauenmannschaften des EHC Illnau-Effretikon und im Anschluss der ZSC Lions Frauen hinzu. In diese Zeit fallen auch ihre ersten olympischen Spiele 2006 in Turin mit 16 Jahren.

 

Ein Jahr später schrieb sie ein weiteres Kapitel Schweizer Eishockeygeschichte: Als erste Frau erhielt sie in einem Spiel der Nationalliga B (NLB) Eiszeit beim Männerteam der GCK Lions. „Ich habe nur gehofft, dass das Spiel so schnell wie möglich zu Ende ist“, wurde sie zitiert. Aber sie sagte auch: „Bei den Frauen ist es viel schwerer abzuschätzen, wo und wie stark ein Schuss kommt. (...) Wenn ich ehrlich bin, mag ich die scharfen Schüsse der Männer lieber.“ Trotzdem blieb sie überwiegend dem Fraueneishockey treu.

 

2008 erfolgte dann der Wechsel über den Teich in die NCAA (National Collegiate Athletic Association), die bedeutendste Eishockeymeisterschaft, die ausschließlich aus US-Teams besteht. Bis 2013 stand sie für die Northeastern University zwischen den Pfosten. Selbstredend setzte sie weiterhin ihren Einsatz für die schweizerische Nati fort, und dies alles andere als erfolglos:

 


 


 

Sie wurde Mitglied im All-Star-Team bei der WM 2012, dies hat bis heute bei den Männern noch kein Schweizer geschafft. Dank ihrer Leistungen errang die Schweiz Bronze. Ein weiterer herausragender Höhepunkt bei Olympia 2014 in Sotchi: Florence wurde diesmal nicht nur ins All-Star-Team aufgenommen, sondern gleich zum MVP gekürt. Und wieder wurde dies mit einer Bronzemedaille veredelt. Und Im darauffolgenden Jahr erreichte sie bei der WM die beste Fangquote.

 

Nach Ihrer Zeit in den USA kehrte sie in die Schweiz zurück und hütete von 2013-2015 bei den Männern des Drittligisten EHC Bülach das Tor. Die 28-jährige geht in ihrer Freizeit auch gerne anderen Spiele nach. Bei CasinosWelt.com findet ihr seriöse deutsche Online Spiele.

 

>>> In Deutschland gibt es seit vielen Jahren auch herausragende Torhüterinnen, die bei den Männern in der 3. Liga (Oberliga) aktiv sind. Die bekannteste war sicherlich Viona Harrer die bei den Erding Gladiators und den Tölzer Löwen als Nummer 1 in der Oberliga im Tor stand. Aktuell spielt die Nationaltorhüterin Jenny Harss für die ERC Sonthofen Bulls in der 3. Liga. <<<

 

Doch erneut zog es sie ins Ausland: Sie wechselte zum schwedischen HC Linköping, bei dem ihr Vertrag diese Saison ausläuft. Bislang läuft es auch bei ihren vierten Olympischen Spielen – abgesehen vom letzten Spiel - sehr gut. Nach drei Spielen erreichte sie eine Fangquote von sehr beeindruckenden 97,5%, und auch die aktuell 93% nach der 2:6-Packung im Viertelfinale gegen Russland sind noch ein sehr guter Wert.

 

Auch wenn damit die Schweizer Medaillenträume begraben wurden und es gegen Korea um die Plätze 5-8 geht, werden die Schweizer Eishockeyfans nach bislang elf Weltmeisterschaften und vier olympischen Spielen sicher noch lange Freude an ihrer außergewöhnlichen 28-jährigen Torfrau haben.